Gaumenspalten

Lippen-Kiefer-Gaumenspalte – warum unser Kind?

Diese Frage stellen sich betroffen Eltern immer wieder und sie stellt nicht nur eine physische Belastung für das betroffene Kind dar, sondern auch eine psychische für die Eltern.

Aus fachlicher Sicht lässt sich die Situation wie folgt erklären:

Bei der Lippen-Kiefer-Gaumenspalte sind die Lippen, der Oberkiefer und der weiche Gaumen nicht vollständig zusammengewachsen. Zudem ist der knöcherne Nasenboden nicht vorhanden. Lippen-Kiefer-Gaumenspalten können in verschiedenen Varianten auftreten: einzeln oder kombiniert, einseitig oder doppelseitig.

Der Volksmund bezeichnet die einseitige Lippen-Kiefer-Gaumenspalte als "Hasenscharte", bei doppelseitigem Auftreten spricht man von einem "Wolfsrachen".

Zunächst ist diese Diagnose für die Eltern zunächst zweifellos schockierend, wünscht sich doch jedes Paar ein gesundes Kind, das möglichst frei von körperlichen und seelischen Problemen aufwachsen kann.

Eine LKG-Spalte ist heute medizinisch hervorragend zu beheben und sollte NIEMALS EIN GRUND FÜR EINEN SCHWANGERSCHAFTSABBRUCH SEIN!

Weltweit wird heute circa jedes 500. Kind und in Deutschland jedes 1500. Kind mit einer Spaltbildung im Gesicht geboren. Daher zählen die Lippen-Kiefer-Gaumenspalten zu den häufigsten angeborenen Fehlbildungen, die aufgrund eines unvollständigen Verschlusses von Teilen des Nasen-, Rachen- und Mundbereichs während der embryonalen Entwicklung entstehen.

Am häufigsten tritt die einseitige, vollständige Lippen-Kiefer-Gaumenspalte auf der linken Gesichtshälfte auf. Statistisch betrachtet sind Jungen etwas häufiger als Mädchen davon betroffen.